INHALT

GLOSAR

Was ist Glasfaser?

Was bedeutet FTTH?

Was bedeutet FTTC?

Was ist ein BEP?

Was ist ein PoP?

Was ist eine OTO?

Was ist ein Verteilerschacht?

Was ist Spleißen?

FRAGEN ZU DEN BESTELLUNGEN DER GLASFASERANSCHLÜSSE

Wie kann ich prüfen, ob mein Haus oder Unternehmen bereits über einen Glasfaseranschluss verfügt?

Wie kann ich einen Glasfaseranschluss beantragen?

Wie viel kostet ein Glasfaseranschluss?

Welche Arbeiten sind im Erschließungsbeitrag inbegriffen?

Welche Arbeiten sind nicht im Erschließungsbeitrag inbegriffen?

Wie soll man im Fall vom Kondominium bzw. Mehrfamilienhäusern bei der Glasfaseranschluss Bestellung vorgehen?

Wie werden die Kosten für Mehrfamilienhäuser/Kondominien berechnet?

Ist es erforderlich im Fall von Ferienwohnungen für jede einzelne Wohnung ein Ansuchen zum Glasfaseranschluss abzugeben?

Warum ist meine Anschrift im geplanten Cluster der Gemeinde nicht enthalten und somit im Rahmen des Projektes nicht erschließbar?

Wenn ein Haus/Wohnung erst noch gebaut wird, kann man dann trotzdem einen Glasfaseranschluss ansuchen?

Gibt es die Möglichkeit das eigene Haus / Unternehmen außerhalb des Projektes an das Glasfasernetz anzubinden?

TECHNISCHE FRAGEN

Wie bekomme ich den Glasfaseranschluss ins Haus geliefert?

Wie gelangt das Glasfaserkabel bis zu meinem Haus?

Wie kann ich die günstigste Stelle im Haus definieren, wo die Hausanschlussbox (BEP) installiert wird?

Wer verlegt das Glasfaserkabel im Gebäude (vom BEP bis in die Wohnung)?

Kann man den Router des Providers direkt an die Endbox (BEP) anschließen?

FRAGEN ZU DEN DIENSTEN

Ab wann kann ich meinen Anschluss nutzen? Warum ist der Glasfaseranschluss nicht unmittelbar nach der Installation der Hausanschlussbox (BEP) im Haus aktiv?

Bei wem kann ich einen Internet-Dienst beantragen?

An wen soll ich mich wenden für Informationen hinsichtlich der Aktivierung der Internet-Dienste?

Welche Dienste werden über das Glasfasernetz angeboten?

Welche Geschwindigkeiten im Up- und Download werden garantiert?

GLOSAR

Was ist Glasfaser?

Die Glasfaser ist ein Konstruktionswerkmaterial für die Übertragung von Licht. Sie wird zur Übermittlung von großen Datenmengen und Telekommunikationsdiensten genutzt. Die Übertragung der Daten erfolgt bei Glasfaserverbindungen durch Lichtimpulse, sogenannte Lichtwellenleiter (LWL). Bei Glasfasernetzen können Datenraten von Gigabit pro Sekunde erreicht werden, und zwar unabhängig von der Entfernung. Andere aktuelle Übertragungstechniken wie etwa Mobilfunk/LTE oder Fernsehkabel reichen bei Weitem nicht an die Leistungsfähigkeit einer Glasfaserinfrastruktur heran.

Was bedeutet FTTH?

FTTH = Fiber To The Home (Glasfaser bis ins Haus) bezeichnet eine Anschlussmethode, bei der das Glasfaserkabel direkt ins Haus hinein verlegt wird. Nur bei einer Glasfaserleitung bis ins Haus (FTTH), fließt der Datenstrom einwandfrei unverzögert mit voller Kapazität. Denn auf diese Weise wird die Leitung nicht mit weiteren Endnutzern geteilt, wie es beim herkömmlichen Kupferleitung-Netz für DSL heute immer noch der übliche Standard ist. Auch VDSL, ein Netz, welches zum Teil mit Glasfaser ausgestattet ist (FTTC = Fiber To The Cabinet), nutzt über die „letzte Meile“ (vom Verteilerkasten am Bürgersteig bis ins Haus) noch das herkömmliche Kupferkabel. Dabei werden Übertragungsraten deutlich reduziert und die Geschwindigkeiten brechen ein. Nur mit FTTH bekommen Sie ein 100% kupferfreies Glasfasernetz bis in Haus.

Was bedeutet FTTC?

FTTC = Fiber To The Cabinet (Glasfaser bis zum Verteilerschrank am Bürgersteig), bezeichnet eine Anschlussmethode, bei der das Glasfaserkabel bis zum Verteilerschrank am Bürgersteig reicht, vom Verteilerkasten bis ins Haus wird noch das herkömmliche Kupferkabel verlegt.

Was ist ein BEP?

Ein Building Entry Point (BEP) der sogenannte Hausübergabepunkt ist ein Hausanschlusskasten bzw. Terminierungsbox, welcher eine Verbindung zwischen Außenglasfaserkabel (Feeder) und Gebäudeverkabelung (der Kabel, der bis zur Steckdose OTO in der Wohnung reicht, an welcher der Router angeschlossen ist)  durch einen Fusionsspleiß ermöglicht. Dieser wird im ersten Eintrittspunkt bzw. im ersten warmen Raum des Gebäudes (Keller, Garage, Heiz-, Zählerraum usw.) an geeigneter Stelle an der Wand montiert. Das Spleißen der Kabel im BEP muss ausschließlich durch einen Fachelektriker bzw. Fachpersonal erfolgen. Die Dimension der zu montierenden Hausanschlussbox (BEP) ist durch die Anzahl der anzuschließenden Wohn- / Geschäftseinheiten determiniert.

Was ist ein PoP?

Mit Point of Presence (PoP) werden die Verteilerzentralen bezeichnet, an denen Einwahlknoten für alle Verbindungen für den Daten- und Sprachverkehr sowie Online-Dienste vorhanden sind, also beispielsweise der Zugangspunkt zum Internet beim Internetprovider. Er bildet die Schnittstelle zwischen dem Backbone-Datenverkehr (Hauptleitung) und dem neu zu erstellenden Zugangsnetz hin zum Kundenanschluss. Im PoP werden die Fasern mit den Lichtsignalen belegt, die dann bis zum Endpunkt ONT (Optical Network Termination) im Haus des Endnutzers durchlaufen.

Was ist eine OTO?

Mit Optical Termination Outlet (OTO) wird eine Glasfasersteckdose bezeichnet, die in der Wohnungs- oder Geschäftseinheit montiert wird. Bei Wohnungen werden diese meist im Wohnzimmer, bei Geschäftseinheiten meist im Technikraum platziert. Die Montage einer Glasfasersteckdose (OTO) erfolgt im Rahmen der gebäudeinternen Verkabelung. Die Bereitstellung der Wohnungsverkabelung ab der optischen Glasfasersteckdose (OTO) bis zum Hausanschlusskasten (BEP) liegt im Verantwortungsbereich des Eigentümers. Diese Arbeiten können durch einen Hauselektriker, eine Baufirma oder durch den erwählten Provider durchgeführt werden. An die OTO wird dann der Router des Providers angeschlossen.

Was ist ein Verteilerschacht?

Ein Verteilerschacht ist eine unterirdische Umgebung, in welcher die Muffen zum Schutz von Glasfaser-Spleißverbindungen der Endnutzeranschlüsse ausgelegt werden. In die Muffen sind mehrere klappbare Kassetten eingehängt, die jeweils ein zusammengehöriges Faserpaar aufnehmen. Die Kassetten sind flache Plastikscheiben mit einer Kabel-Führung, in die dann die einzelnen Fasern in mehreren Schlaufen mit einem festgelegten Radius eingelegt werden. Im Verteilerschacht werden zwei Rohre direkt verbunden, durch welche das Glasfaserkabel ohne Unterbrechung durchgezogen wird.

Was ist Spleißen?

Spleißen oder Schweißen heißt der Vorgang, bei welchem die Kabelenden zweie Glasfasern mit einem speziellen Gerät verbunden werden. Dieser Vorgang kann nur durch eine Baufirma, einen Provider oder einen spezialisierten Elektriker erfolgen.

FRAGEN ZU DEN BESTELLUNGEN DER GLASFASERANSCHLÜSSE

Wie kann ich prüfen, ob mein Haus oder Unternehmen bereits über einen Glasfaseranschluss verfügt?

Auf der Homepage der Infranet AG unter dem Link https://www.infranet.bz.it/ kann durch die Angabe der eignen Anschrift geprüft werden, ob diese bereits über einen Glasfaseranschluss verfügt.

Wie kann ich einen Glasfaseranschluss beantragen?

Im Rahmen eines von Infranet geplanten Ausbauprojektes (Cluster) gibt es die Möglichkeit das eigene Zuhause bzw. Unternehmen mit einem zukunftsfähigen Glasfaseranschluss auszustatten. Dazu ist es erforderlich eine Online-Bestellung auf der Homepage der Infranet unter dem Link https://infranet.bz.it/bestellung-glasfaseranschluss/ durchzuführen. Dort sind alle laufenden Projekte aufgelistet. In nur wenigen Schritten ist das ausgefüllte Formular an die Infranet übermittelt, wobei der Antragsteller automatisch eine Rückmeldung per E-Mal samt Zusammenfassung der Bestellung als Bestätigung erhält. Für die Durchführung der Bestellungen wird ein Fälligkeitstermin vorgegeben, welcher für den anfallenden einmaligen Erschließungsbeitrag ausschlaggebend ist.

Wie viel kostet ein Glasfaseranschluss?

Für die Errichtung eines Glasfaseranschlusses und die Anbindung an das Glasfasernetz fällt eine einmaliger Erschließungsbeitrag an.

Für die Online-Bestellungen bis zum vorgegebenen Fälligkeitstermin beläuft sich die einmalige Erschließungsgebühr auf 100,00€+MwSt./ Wohneinheit für Privatnutzer und auf 200,00€+MwSt./ Geschäftseinheit für Unternehmen.

Wer den Glasfaseranschluss allerdings erst nach dem Fälligkeitstermin ansucht, muss mit einer einmaligen Erschließungsgebühr in Höhe von 450€+MwSt./Wohneinheit bzw. Geschäftseinheit rechnen.

Wird ein Glasfaseranschluss hingegen erst nach erfolgtem Abschluss des Projektes angefragt, werden die vollständigen Kosten für die nachträgliche Verkabelung berechnet.

Der Beitrag, den der Antragssteller an die Infranet zu zahlen hat, ist einmalig und bezieht sich nur auf die Anzahl der effektiv angeschlossenen Einheiten. Die Rechnung für die realisierten Anschlüsse wird nach Abschluss der Arbeiten vonseiten der Infranet zugestellt, deshalb ist keine Anzahlung vorab zu tätigen.

Der Antragsteller kann frei entscheiden, wann und mit welchem Provider er den gewünschten Internetdienst aktivieren möchte.

Welche Arbeiten sind im Erschließungsbeitrag inbegriffen?

Der einmalige Erschließungsbeitrag umfasst die Verrohrung auf dem öffentlichen Grundstück (bis zum Übergabeschacht an der Grundstücksgrenze), die Verlegung des Glasfaserkabels bis zum ersten Eintrittspunkt im Gebäude (Keller, Garage, Heiz- oder Zählerraum, usw.) und dort die Installation der Hausanschlussbox (BEP) sowie Kollaudierung der Glasfaser.

Die jeweiligen Zuständigkeiten sind auch grafisch in der nachfolgenden Abbildung wiedergegeben.

Welche Arbeiten sind nicht im Erschließungsbeitrag inbegriffen?

Die Arbeiten, die nicht im Erschließungsbeitrag inbegriffen sind und somit zu Lasten des Endnutzers gehen, sind wie folgt.

Die Verlegung der Leerrohre auf dem Privatgrundstück (vom Übergabeschacht an der Grundstücksgrenze bis zum ersten Eintrittspunkt im Gebäude), sollten bereits keine verwendbaren Leerleitungen verfügbar sein, gebäudeinterne Verkabelung (vom BEP bis in die Wohnung. Diese Arbeiten können in Eigenregie oder auf eigene Kosten von einer von Hauseigentümer, einer beauftragten Firma oder einem Fachmann durchgeführt werden.

Wie soll man im Fall vom Kondominium bzw. Mehrfamilienhäusern bei der Glasfaseranschluss Bestellung vorgehen?

Für Kondominien bzw. Mehrfamilienhäusern werden die Bestellungen durch den einzelnen Wohnungseigentümer getätigt.  Für die Errichtung einer Glasfaserinfrastruktur im Inneren des Kondominiums ist es notwendig, sich mit dem Kondominiumsverwalter bezüglich der Freigabe der Installationseingriffe im Gemeinschaftsbereich des Kondominiums in Verbindung zu setzen. Im Fall vom Kondominium wird eine Hausanschlussbox (BEP) eingebaut. Es werden so viele Fasern terminiert, wie viele Eigentümer die Bestellung durchführen. In der Regel entspricht die Anzahl der zu realisierenden Glasfaseranschlüsse vergleichsweise der Anzahl der vorhandenen Stromzähler im Gebäude.

Wie werden die Kosten für Mehrfamilienhäuser/Kondominien berechnet?

Die Anschlusskosten sind pro Haushalt gerechnet, d. h. ein Mehrfamilienhaus bzw. Kondominium zahlt den vorgesehenen Betrag je anschließende Wohneinheit (z. B. Haus mit 4 Wohnungen, bei welchem 3 anschließen = 3 x Euro 100,00). Es ist nicht zwingend vorgeschrieben, dass alle Wohneinheiten gleichzeitig anschließen müssen. Für die nachfolgenden ist dann allerdings der erhöhte Betrag geschuldet.

Will z. B. nur ein Wohnungsbesitzer in einem Haus angeschlossen werden, die anderen jedoch nicht, so erhält der „interessierte“ Besitzer einen Glasfaseranschluss bis in den ersten warmen Raum des Gebäudes (Keller, Zähler-, Heizraum) gelegt, für die anderen Wohnungen werden vorsorglich Anschlüsse im Übergabeschacht an der Grundstücksgrenze terminiert. Damit diese Wohnungen später auch einen Glasfaseranschluss erhalten können, müssen sie den Antrag zur Anbindung an den erwählten Provider stellen, der daraufhin ein individuelles Projekt anlegen wird. Bei dieser Alternative werden die Erschließungskosten vollständig 1:1 über den Provider an den Endnutzer weitergereicht.

Ist es erforderlich im Fall von Ferienwohnungen für jede einzelne Wohnung ein Ansuchen zum Glasfaseranschluss abzugeben?

Das Ansuchen muss je getrennten Anschluss (wie beim Stromzähler) gestellt werden. Es wird empfohlen für jede einzelne Wohnung einen getrennten Anschluss zu errichten, damit je Wohnung ein individueller Vertrag mit dem Provider für den Internetdienst geschlossen werden kann. In diesem Fall bleibt dem Eigentümer überlassen, zu entscheiden, wie viele Glasfaseranschlüsse im Gebäude letztendlich zu realisieren sind.

Warum ist meine Anschrift im geplanten Cluster der Gemeinde nicht enthalten und somit im Rahmen des Projektes nicht erschließbar?

Bei der Initialisierung eines Projektes sind die Gemeinden bzw. Konsortium oder Genossenschaften (z.B. Fernheizwerke) mit den örtlichen Gegebenheiten am besten vertraut und somit wichtige Partner der Infranet. Im Rahmen des Investitionsplanes, wird das Einzugsgebiet bestimmt. Dabei werden insbesondere folgende Faktoren berücksichtigt: Unterversorgung mit Breitband, mögliche Synergien zur Mitverlegung bei Tiefbauarbeiten, etablierte Gemeindekooperation innerhalb der Gemeinden, Existenz der Anbindung an einen zentralen Internetknoten. Meistens sind die Hauptkabelstränge, an welche die Stichleitungen anknüpfen noch nicht verlegt, sodass die Voraussetzungen für die Anbindung bestimmter Anschriften zum Zeitpunkt des Projektes nicht gegeben sind.

Zudem kann es sein, dass Ihre Adresse möglicherweise zum Zeitpunkt der Projektplanung nicht zur Verfügung stand, da es sich um einen Neubau handelte, die Hausnummer war noch nicht vergeben und folglich auch nicht in die Quelldatenbank des Gemeindekonsortiums übertragen wurde. In diesem Fall können Sie sich an Ihre Gemeinde wenden, die mit der Situation vertraut ist und Ihnen nähere Auskunft geben kann. Es ist notwendig die Bauparzelle bzw. die Mappen-Koordinaten zu kennen, damit überprüft werden kann, ob die Anbindung möglich ist.

Wenn ein Haus/Wohnung erst noch gebaut wird, kann man dann trotzdem einen Glasfaseranschluss ansuchen?

Es ist möglich, dass Ihre Adresse zum Zeitpunkt der Projektplanung nicht zur Verfügung stand, da es sich um einen Neubau handelte, die Hausnummer war noch nicht vergeben und folglich auch nicht in die Quelldatenbank des Gemeindekonsortiums übertragen wurde. In diesem Fall können Sie sich an Ihre Gemeinde wenden, die mit der Situation vertraut ist und Ihnen nähere Auskunft geben kann. Es ist notwendig die Bauparzelle bzw. die Mappen-Koordinaten zu kennen, damit überprüft werden kann, ob die Anbindung möglich ist.

Gibt es die Möglichkeit das eigene Haus / Unternehmen außerhalb des Projektes an das Glasfasernetz anzubinden?

Die Möglichkeit einer individuellen Anbindung, außerhalb des Projektes, besteht, und zwar durch eine Anfrage über den erwählten Provider. Bei dieser Alternative wird allerdings ein individuelles Projekt erstellt und der Kostenvoranschlag berechnet, wobei die Erschließungskosten vollständig 1:1 über den Provider an den Endnutzer weitergereicht werden.

TECHNISCHE FRAGEN

Wie bekomme ich den Glasfaseranschluss ins Haus geliefert?

Sie erhalten den Glasfaseranschluss in 3 Schritten.

  1. Die Anbindung erfolgt durch ein Leerrohr zum ersten warmen Raum im Gebäude (Keller, Garage, Zählerraum). Dabei führt die Infranet AG die Verrohrung auf dem öffentlichen Grundstück bis zum Übergabeschacht an der Grundstücksgrenze am Bürgersteig. Für die Verlegung der Leerrohre vom Übergabeschacht bis zum ersten warmen Raum im Gebäude (Keller, Garage, Zählerraum) ist der Eigentümer zuständig.
  2. Die Infranet AG installiert die Hausanschlussbox (BEP) im ersten warmen Raum, terminiert die dedizierte Glasfaser im BEP, führt die entsprechenden Messtests durch und gibt alle errichteten Glasfaseranschlüsse zugleich den Providern zwecks Aktivierung der gewünschten Dienste frei.
  3. Der Eigentümer/Endnutzer führt die hausinterne Verkabelung (durch den Hauselektriker bzw. Provider) vom BEP bis in die Wohnung durch, wo die Glasfasersteckdose (OTO) und anschließend der Router des Providers installiert wird. Daraufhin kann er mit der Aktivierung der Internetdienste durch den erwählten Provider fortfahren.

Wie gelangt das Glasfaserkabel bis zu meinem Haus?

Die Verrohrung auf dem öffentlichen Grundstück bis zum Übergabeschacht an der Grundstücksgrenze am Bürgersteig führt die Infranet AG durch. Das Kabel wird vom Bürgersteig aus unterirdisch Richtung Haus eingezogen. Um die Verlegung der Glasfaserkabel zu ermöglichen, ist es notwendig, dass der Eigentümer die Leerrohre auf dem Privatgrundstück, das bedeutet zwischen dem öffentlichen Grund (Schacht am Bürgersteig) bis zum ersten warmen Punkt im Gebäude (Keller, Garage, Zählerraum), wo die Hausanschlussbox installiert wird, verlegt (falls nicht schon vorhanden). Diese Arbeiten innerhalb der eigenen Grundparzelle gehen zu Lasten des Eigentümers und können in Eigenregie oder von einer von ihm beauftragten Firma oder Fachmann durchgeführt werden.

Wie kann ich die günstigste Stelle im Haus definieren, wo die Hausanschlussbox (BEP) installiert wird?

Im Rahmen eines Lokalaugenscheins, welcher mit der beauftragten Ausführungsfirma vereinbart wird, können alle Endnutzer, welche über die Infranet Webseite ihre Online-Bestellung gemacht haben, die bestmögliche Montageposition der Hausanschlussbox (BEP) mit dem verantwortlichen Techniker bestimmen sowie eventuelle Positionierung der erforderlichen Verteilerschächte (Übergabeschacht) am Bürgersteig für die Anbindung der Gebäude definieren. Von diesem Schacht aus kann jeder am Glasfaseranschluss interessierte Endnutzer ein Leerrohr zu seinem Gebäude verlegen, vorausgesetzt, dass der Glasfaseranschluss mittels Online-Bestellung bei der Infranet AG beantragt wurde.

Wer verlegt das Glasfaserkabel im Gebäude (vom BEP bis in die Wohnung)?

Bevor der Endnutzer mit der Aktivierung der Internetdienste durch den erwählten Provider fortfahren kann, ist es notwendig, die gebäudeinterne Verbindung vom Hausanschlusskasten (BEP) bis in die Wohnung zu verlegen, wo die Glasfasersteckdose (OTO) installiert wird, falls bereits nicht erfolgt.

Für sämtliche gebäudeinterne Verlegung, welche zu Lasten des Endnutzers auszuführen ist, wird ein Glasfaser-Kit benötigt, das beim Hauselektriker kostenpflichtig bezogen werden kann, falls eine alternative Vorgehensweise von Seiten der entsprechenden Gemeinde nicht mitgeteilt wird.

Das Glasfaser-Kit umfasst folgende Teile entsprechend der beigefügten Abbildung:

Das Montage-Kit beinhaltet eine optische Telekommunikationssteckdose, sogenannte OTO-Dose mit 30 / 50 m Glasfaserkabel, dabei ist die Terminierung (Spleißen) der Fasern in der OTO-Dose bereits durchgeführt. Das andere Kabelende muss im BEP mit Steckbuchsen (LC/PC) durch ein zertifiziertes Unternehmen (z.B. Baufirma) terminiert werden.

Der Endnutzer oder dessen Hauselektriker bzw. eine Baufirma muss diese OTO-Dose am gewünschten Endpunkt (ideal im Wohnbereich) installieren und ein dort angeschlossenes Glasfaserkabel bis zum Übergabepunkt der Gemeinde / Infranet (BEP im Keller, Heiz- oder Zählerraum) verlegen (siehe oben angeführte Abbildung). Danach ist das Spleißen der Fasern, mit einem speziellen Spleißgerät durchzuführen.

An diese OTO-Dose, die im Glasfaser-Kit bereits vormontiert ist, wird später der Router vom Provider für den Aufbau der Internetverbindung angeschlossen.

Kann man den Router des Providers direkt an die Endbox (BEP) anschließen?

Es ist möglich, den Router des Providers direkt an die Hausanschlussbox (BEP) anzuschließen. In diesem Fall ist es wichtig, dass der Patch vom Router den gleichen Stecker hat wie der im BEP vorhanden ist, es handelt sich dabei in der Regel um einen LC/PC-Stecker, normalerweise wird dieser mitsamt dem Router geliefert. Diese Verbindung kann entweder von einem Hauselektriker oder Provider durchgeführt werden.

Normalerweise wird diese Lösung bei kleineren Häusern bevorzugt. Wenn sich der BEP im Keller bzw. Zählerraum befindet und man einen im 1. Stock befindlichen PC an das Internet anbinden möchte, dann benötigt man ein langes Ethernet-Kabel, das vom BEP bis zum PC reicht, auch bei einer kabellosen Lösung (WLAN – WiFi) sollten man vorab mit dem Provider die Reichweite des Routers klären.

FRAGEN ZU DEN DIENSTEN

Ab wann kann ich meinen Anschluss nutzen? Warum ist der Glasfaseranschluss nicht unmittelbar nach der Installation der Hausanschlussbox (BEP) im Haus aktiv?

Die technischen Sicherheits- und Qualitätsstandards sehen vor, dass zuerst alle Anschlüsse realisiert, getestet und zur Aktivierung freigegeben werden. Es sind keine Einzelaktivierungen möglich. Auf diese Weise wird allen Providern und Endnutzern dieselbe Sicherheit und Qualität der Dienste gewährt.

Schlussendlich werden die realisierten Glasfaseranschlüsse mittels spezifischer Testmaßnahmen getestet, um die Kontinuität von der Vermittlungszentrale (PoP) zu allen Immobilieneinheiten zu gewährleisten. Daraufhin werden die benötigten Mess- und Abnahmeprotokolle in das integrierte telematische System implementiert, um die Gewissheit des exakten Kabelverlaufs und somit der Funktionstüchtigkeit des Netzes zu haben, und die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um das Netz zur Benutzung den Providern freigeben zu können.

Sobald der Vorgang der Datenimplementierung abgeschlossen ist, gibt die Infranet die Möglichkeit der Nutzung des Glasfasernetzes und die Anschlusspunkte allen interessierten Providern bekannt, sodass sie ihre vielfältige Glasfaser basierende Internetdienste den Endnutzern anbieten können.

Bevor der Endnutzer jedoch mit der Aktivierung der Internetdienste durch den erwählten Provider fortfahren kann, ist es notwendig, die gebäudeinterne Verbindung vom Hausanschlusskasten (BEP) bis in die Wohnung zu verlegen, falls bereits nicht erfolgt.

Für sämtliche gebäudeinterne Verlegung, welche zu Lasten des Endnutzers auszuführen ist, wird ein Glasfaser-Kit benötigt, das beim Hauselektriker kostenpflichtig bezogen werden kann, falls eine alternative Vorgehensweise vonseiten Ihrer Gemeinde nicht mitgeteilt wird.

Für die Aktivierung der Glasfaser basierende Dienste muss sich der Endnutzer direkt an den erwählten Provider wenden und den gewünschten Dienst wählen. Die Auskunft über den Stand bzw. Termin der Dienstaktivierung erhält der Endnutzer vom Provider, welcher eine Schnittstelle zu Infranet hat.

Bei wem kann ich einen Internet-Dienst beantragen?

Für die Auswahl und Aktivierung der Glasfaser basierende Dienste muss sich der Endnutzer direkt an seinen Provider wenden und den gewünschten Dienst wählen. Sobald der Vertrag mit dem Provider unterzeichnet ist, stellt dieser eine “Aktivierungsanfrage” an die Infranet AG, um den gewählten Dienst für den Endnutzer zu aktivieren, danach kann er mit voller Geschwindigkeit und sicher Surfen. Die Auskunft über den Stand bzw. Termin der Dienstaktivierung erhält der Endnutzer vom Provider, welcher eine Schnittstelle zu Infranet hat.

An wen soll ich mich wenden für Informationen hinsichtlich der Aktivierung der Internet-Dienste?

Die Endnutzer wenden sich für die Informationen hinsichtlich der Dienstaktivierung an den erwählten Provider, welcher für die Auskunft über die Aktivierung der Dienste dem Endnutzer als Kunden gegenüber zuständig ist. Infranet ist dagegen zuständig für die Informationen gegenüber dem Provider, mit dem ein Geschäftsverhältnis besteht. Das entspricht den Standardprozessen und der Vorgehensweise, die einzuhalten sind, um allen Beteiligten und vor allem Endnutzern eine zeitnahe und korrekte Antwort zu ermöglichen.

Welche Dienste werden über das Glasfasernetz angeboten?

Internet, Telefonie, Fax, Fernsehen, Cloud-Dienste, IoT, usw. Die Auswahl an Dienstleistungen hängt vom Provider ab, bei welchem die entsprechenden Informationen und Tarife erfragt werden können.

Welche Geschwindigkeiten im Up- und Download werden garantiert?

Die Provider bieten verschiedene Up- und Downloadprofile und Vertragsformen an, aus welchen der Endnutzer jene nach den eigenen Erfordernissen auswählen kann.